Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“  [Bertold Brecht]


Diese Webseite wird laufend, aber unregelmäßig aktualisiert (je nach Nachrichten- bzw. Neuigkeitenlage).


 

April 2016

Landesministerium entscheidet über Fachaufsichtsbeschwerde   &

 

Zusätzliche Abfertigungslizenz für DUS vom Bundestag NICHT bestätigt


 

Die Fachaufsichtsbeschwerde gegen das Ministerium für Bauen, Wohnen,Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV) wegen der Zulassung einer 3. Bodenabfertigungslizenz am Flughafen Düsseldorf wurde, wie nicht anders zu erwarten, zurückgewiesen.

 

Nach der Wertung des MBWSV gab es folgende Gründe für den negativen Bescheid:

-      Angeblich sind die in der Anlage 5 der Bodenabfertigungsdienstverordnung (BADV) 

     genannten Lizenzen Mindestmengen;

-      „Auch aus betrieblicher, praktischer Sicht war die Entscheidung des MBWSV notwendig, 

     da sich in den letzten 7 Jahren eine faktische Monopolstellung im Bereich der 

     Bodenabfertigungsdienstleister gebildet hat“, da mindestens 85% der anfallenden 

     Abfertigungsdienstleistungen an den einzigen privaten Dienstleister fielen. 

     Dieses sei nicht nur „rechtlich problematisch, sondern schlägt sich auch auf die Betriebs- 

     und Funktionsfähigkeit des Flughafens negativ nieder.“

-      Die Ausschreibung der weiteren Lizenz war alleinige Entscheidung des Flughafens.

 

Abgesehen davon, dass die Anlage 5 zur BADV entgegen dieser Argumentation keine Mindest-, sondern Höchstzahlen ausweist, ist die Bezugnahme auf die „faktische Monopolstellung“ absurd.

Diese „Monopolstellung“ wurde doch offensichtlich durch die Geschäftspolitik des Flughafens zu Lasten der eigenen Abfertigungstochter erst herbeigeführt, bezeichnenderweise nach Einschätzung des MBWSV unter Inkaufnahme einer Verschlechterung der Funktionsfähigkeit des Düsseldorfer Flughafens.

 

Am 14.04.2016 fand im Deutschen Bundestag die Verabschiedung des geänderten Luftverkehrsgesetzes statt.

Vorher hatte die Bundesregierung ihr ursprüngliches Vorhaben aufgegeben, die Anzahl der Lizenzen für den Flughafen Düsseldorf in der Anlage 5 der BADV mittels dieses Gesetzgebungsverfahrens auf 3 zu erhöhen.

Somit sind auf Bundesebene im neuen, aktuellen Luftverkehrsgesetz weiter nur 2 Lizenzen für den Flughafen Düsseldorf vorgesehen, eine davon hat die FDGHG inne.

 

Auch diese Entwicklung verdeutlicht die Widersprüchlichkeit der Argumentation des MBWSV. Zuerst hält die Bundesregierung eine Erhöhung auf 3 Lizenzen für notwendig, um den heutigen Zustand am Flughafen Düsseldorf zumindest nachträglich zu legitimieren, gibt aber letztendlich dieses Vorhaben nach Intervention des FDGHG-Betriebsrates wieder auf.

 

Auf den Punkt gebracht hat die Geschehnisse um die Lizenzvergabe des Düsseldorfer Flughafens der Abgeordnete Herbert Behrens (DIE LINKE) in seiner Rede im Deutschen Bundestag vom 14.04.2016:

 

Nun hat man in Düsseldorf diese Bodenabfertigungs­dienste ausgeschrieben, obwohl für Düsseldorf festgelegt wurde, dass nur zwei … auf dem Vorfeld … eingesetzt werden dürfen. 

In Düsseldorf sucht man einen dritten Anbieter und hat diese Aufgabe ausgeschrieben.

Jetzt versucht man hier (im Bundestag, Anm.d.Verf.), mit einer ent­sprechenden Maßnahme dieses illegale Handeln auf dem Düsseldorfer Flughafen zu legitimieren. …

Das ist nachträgliches Legalisieren einer nichtlegalen Handlung.“ (Zitat Ende)

Quelle: Plenarprotokoll des Deutschen Bundestages

 

Der FDGHG-Betriebsrat beabsichtigt jedenfalls nicht, den Bescheid des MBWSV widerstandslos hinzunehmen, gerade auch in Hinblick auf die gescheiterte Erhöhung der Lizenzanzahl im neuen Luftverkehrsgesetz.


 


 

März 2016

Intervention im Bundestag vorerst erfolgreich:

Große Koalition gibt die per Gesetzgebungsverfahren geplante Auf-stockung der Drittabfertiger-Lizenzen am Flughafen Düsseldorf auf.

 

Die Bundesregierung hat über einen Änderungsantrag des Bundestagsausschusses für Verkehr die für den Flughafen Düsseldorf geplante Aufstockung der Lizenzen im Luftverkehrsgesetz zurückgezogen.

Das bedeutet, dass die Erhöhung der Anzahl der Lizenzen zumindest im laufenden Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene vom Tisch sein dürfte.

Obwohl der Betriebsrat der Flughafen Düsseldorf Groundhandling GmbH damit schon viel erreicht hat, bleibt noch einiges zu tun.

 

Jetzt gilt es, auch auf NRW-Landesebene dafür zu sorgen, dass die Zulassung der zusätzlichen Lizenz rückgängig gemacht wird.

Die vom Betriebsrat der FDGHG gegen das Landesverkehrsministerium gerichtete und an die Ministerpräsidentin des Landes NRW versandte Fachaufsichtsbeschwerde wurde von der NRW-Staatskanzlei wegen eigener angeblicher Nichtzuständigkeit zur Begutachtung und Beantwortung an das Landesverkehrsministerium weitergeleitet.

Das Ministerium muss dem Betriebsrat nun Bescheid über die Beschwerde erteilen.

Das Ergebnis bleibt abzuwarten. 

Jedoch scheint schon jetzt die Befürchtung angebracht, dass dieser Bescheid nicht positiv ausfallen wird, da das Ministerium wohl kaum die eigene Entscheidung in Zweifel ziehen wird.


 


 

08.01.2016 

Beschwerde gegen Ministerium wegen Vergabe der 3. BVD-Lizenz eingereicht

 

Das NRW-Ministerium für Bauen,Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr hat inzwischen entgegen der gültigen gesetzlichen Vorgaben zwei BVD-Lizenzen für den Flughafen Düsseldorf vergeben und damit auch das aktuell dazu im Bundestag laufende Gesetzgebungsverfahren ignoriert.

Das diesbezügliche Schreiben vom 04.12.2015 mit den entsprechenden Hinweisen an das NRW-Ministerium wurde nicht beantwortet.

Daher hat der FDGHG-Betriebsrat am am 08.01.2016 gegen das Ministerium bei der zuständigen Aufsichtsbehörde (Ministerpräsidentin des Landes NRW / Staatskanzlei ) Fachaufsichtsbeschwerde eingereicht.

In der vom BR eingereichten Fachaufsichtsbeschwerde wird die Zulassung bzw. Anerkennung des gesamten Ausschreibungsverfahrens bemängelt sowie die Zulässigkeit der daraus folgenden Auswahl- und Vergabeentscheidung des NRW-Ministeriums in Frage gestellt.

Damit verbunden ist die Forderung, die Vergabeentscheidung über zwei Lizenzen zurückzunehmen und nur eine Lizenz zu vergeben.


 


 

17.12.2015

Die erste Lesung zur Änderung des Luftverkehrsgesetz, in der es auch um die Änderung der zugelassenen Lizenzen in DUS geht, hat am 17.12.2015 im Deutschen Bundestag stattgefunden. 

Zwischenzeitlich hatte das zuständige NRW-Ministerium 2 zusätzliche Lizenzen für DUS vergeben und augenscheinlich das laufende Gesetzgebungsverfahren im Deutschen Bundestag damit ignoriert (dieses wird juristisch zu prüfen sein). 
Umso erfreulicher ist , dass bezüglich der entsprechenden Gesetzesänderung auf Bundesebene die Fronten der Befürworter zu bröckeln scheinen. 

Der FDGHG-Betriebsrat hat dort mit seinem Statement scheinbar einige Steine in Rollen gebracht. 

So ist inzwischen offensichtlich nicht nur die komplette Fraktion der LINKEN auf der Seite der FDGHG-Beschäftigten, auch einige Abgeordnete der SPD sowie der CDU/CSU scheinen nicht mehr überzeugt zu sein, dass die Zulassung einer weiteren Lizenz in DUS notwendig bzw. sinnvoll ist.
Sogar in deren Reden zu diesem Tagesordnungspunkt wurden die Argumente des FDGHG-Betriebsrates in den Bundestag übernommen und wiedergegeben.


 

Hier gilt unser Dank den Abgeordneten Peter Wichtel (CDU/CSU), Arno Klare (SPD) und allen voran Herbert Behrens (DIE LINKE), die sich positiv mit unserem Ansatz befassen, die FDGHG vor weiterer Konkurrenz zu schützen. 

Nur von den Grünen scheint noch niemand die Argumentation des FDGHG-Betriebsrates aufgenommen zu haben.

 

Jetzt heißt es, auch dort weiter für unsere Position zu werben und noch mehr Unterstützer zu mobilisieren. Übrigens auch im Landtag von NRW.

Wir bleiben weiter am Ball…


 

04.12.2015

Der Flughafen Düsseldorf will die Flugzeugabfertigung am Standort durch die Ausschreibung einer zusätzlichen Drittanbieter-Lizenz freiwillig weiter liberalisieren. 

Damit schafft er weitere Konkurrenz für die eigene Ground-Handling-Tochter.

Der Betriebsrat der betroffenen Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH schreibt dazu die Abgeordneten des Deutschen Bundestages an und bittet um Hilfe durch Ablehnung der beantragten BADV-Anlagen-Änderung im Rahmen des entsprechenden Gesetzgebungsverfahrens:


 

Schreiben vom 04.12.2015

- Zitat Anfang -


 

Betreff: Geplante Änderung der BADV entgegen der EU-Vorgabe / Soziale Standards, Qualität und Sicherheit am Flughafen Düsseldorf

 

Sehr geehrte...,

wir sind der Betriebsrat der Flughafen Düsseldorf Groundhandling GmbH (FDGHG), der 100%igen Tochtergesellschaft der Flughafen Düsseldorf GmbH(Betreibergesellschaft des Flughafen Düsseldorf - DUS) und zuständig für über 600 Arbeitnehmer im Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes (TVöD).

Nach unserem Kenntnisstand soll in Kürze im Bundestag eine Änderung der Anlage 5 der Verordnung über Bodenabfertigungsdienste auf Flugplätzen (Bodenabfertigungsdienst-Verordnung - BADV) dahingehend beraten und beschlossen werden, dass für den Flughafen Düsseldorf die Zahl der Drittabfertiger von 2 auf 3 erhöht wird. 

Bei der Beschlussfassung über diese Änderung dieser BADV-Anlage bitten wir Sie stellvertretend für die von uns vertretenen Arbeitnehmer mit „ NEIN“ zu stimmen.

Gründe:

Qualität und Sicherheit

Durch die Antragstellung auf Erhöhung der Anzahl der Drittabfertiger soll ein zusätzlicher „Billiganbieter“ zur Abfertigung von Flugzeugen am Düsseldorfer Flughafen zulassen werden, obwohl selbst die EU die unsinnige weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste an Flughäfen inzwischen aufgrund der damit verbundenen Absenkung sozialer Standards in Frage stellt.

Begründung ist in der Hauptsache wohl, dass der vorhandene, alleinige Drittanbieter am Düsseldorfer Flughafen in der Vergangenheit massive Qualitätsprobleme bei der Flugzeugabfertigung aufwies und die Sicherung der Qualität in Zukunft angeblich nur über einen weiteren, zusätzlichen Drittabfertiger gewährleistet werden kann.

Dieses ist jedoch nicht so.

Ein weiterer Abfertiger steht am Flughafen Düsseldorf mit der FDGHG, deren Beschäftigten wir vertreten, bereits zur Verfügung. Die FDGHG wurde jedoch in der Vergangenheit von den Luftverkehrsgesellschaften, allen voran Lufthansa und Air Berlin, aus Kostengründen nicht mehr beauftragt. Ein Qualitätsproblem hatte die FDGHG, im Gegensatz zum Mitbewerber, nie.

Die Abkehr der Luftverkehrsgesellschaften von der FDGHG fand ausnahmslos unter dem Motto „Hauptsache billig“ statt, Qualitätsprobleme wurden dabei offensichtlich billigend in Kauf genommen.

Da diese Probleme inzwischen jedoch überhand nahmen, erhofft man nun wohl auch bei den Luftverkehrsgesellschaften, durch die nun beantragte Schaffung einer Konkurrenzsituation zweier „Billiganbieter“ bessere Abfertigungsqualität herstellen zu können.

Wir geben aber zu bedenken, dass die Gleichung: „billig“ vs. „billig“ = „bessere Qualität“ nicht aufgehen kann, von den Sicherheitsaspekten gerade hinsichtlich des hier betroffenen Luftverkehrs einmal ganz abgesehen.

Rechtslage:

Es hat den Anschein, dass durch die beantragte Beschlussfassung zur Änderung der Anlage 5 für den Flughafen Düsseldorf ausschließlich nachträglich ein laufendes Ausschreibungsverfahren legitimiert werden soll, dessen Zulässigkeit wir schon am 22.10.2015 beim zuständigen Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hinterfragt haben (zu unserer Fragestellung bzgl. der Zulässigkeit der Ausschreibung siehe unser Schreiben an das NRW-Ministerium in der Anlage).

Die Rechtslage scheint jedenfalls mehr als ungewiss zu sein, da bisher keine Antwort auf unsere Anfrage vorliegt.

Dass jetzt die Abgeordneten des Deutschen Bundestages möglicherweise als „Erfüllungsgehilfen“ bei der nachträglichen Bereinigung eines fehlerhaften, weil mindestens verfrühten Ausschreibungsverfahrens (vom 17.02.2015) in Düsseldorf herhalten würden, sollten Sie nicht zulassen.

Arbeitsplätze:

Mit der Erhöhung der Anzahl der Drittanbieter wird in Kauf genommen, dass die 100%e Flughafen-Tochtergesellschaft FDGHG trotz bewiesener Qualität des hochqualifizierten Personals vollkommen aus dem Abfertigungsgeschäft verdrängt wird. Der Düsseldorfer Flughafen wäre in der Folge der erste deutsche Großflughafen ohne eigene Flugzeugabfertigung. Über 600 langjährig beschäftigten Arbeitnehmern der FDGHG droht damit zum wiederholten Mal eine ungewisse Zukunft.

Der größte Teil dieser Beschäftigten hat nach dem Brandunglück 1996 den Flughafen Düsseldorf wieder mit aufgebaut und nach Gründung der FDGHG in den letzten zehn Jahren Lohneinbußen von insgesamt ca. 18 Millionen Euro hingenommen, um den Bestand des flughafeneigenen Qualitätsgaranten im Abfertigungsgeschäft zu sichern.

Hinzu kommt, dass mit dem möglichen (erzwungenen) Marktaustritt der FDGHG die letzte flughafeneigene Rückfallebene aufgegeben würde, wenn es wie in jüngerer Vergangenheit zum gefühlten Totalausfall eines „Billig“-Konkurrenten kommt.

Dadurch mögliche Beeinträchtigungen für Passagiere, Luftverkehrsgesellschaften sowie des deutschen Luftverkehrs dürfen nicht billigend in Kauf genommen werden, genauso wenig wie mögliche Funktionsstörungen des Flughafens als bedeutendes Infrastrukturobjekt. 

Ebenso wenig darf der „Jobmotor“ Flughafen Düsseldorf im Abfertigungsgeschäft immer mehr zur Billiglohn-Spielwiese verkommen.

Die Kosten dafür würde schlimmstenfalls der Steuerzahler über Aufstockungsleistungen für die dortigen Beschäftigten zahlen.

 

Aufgrund der o. g. Gründe bitten wir um Ihre Hilfe durch Verweigerung Ihrer Zustimmung zur Änderung der Anlage 5 der BADV.

 

MfG

Betriebsrat der Flughafen Düsseldorf Groundhandling GmbH

 

- Zitat Ende -


 

 

29.04.2015 (Quelle: "Westdeutsche Zeitung"):

 

Überschrift: Der neue Flughafen-Chef redet Klartext

 

Nach 60 Tagen im Amt argumentiert Ludger Dohm für...die Schrumpfung der Bodendienst-Tochter.

 

Die eigene Tochter „Ground Handling“ für die Bodendienste soll weiter schrumpfen.

Weil sie wegen ihrer Tarifstruktur angeblich nicht wettbewerbsfähig ist, hat sie nur noch einen Marktanteil von etwa zehn Prozent an der Gepäckabfertigung.

Und der werde sich weiter reduzieren, meint Dohm.

Perspektivisch werde die Mitarbeiterzahl von 800 auf 400 sinken.

Dies erreiche man ohne Entlassungen.

„Wir bieten allen einen anderen Arbeitsplatz.“

So werden Mitarbeiter etwa in der Enteisung eingesetzt oder bei den Busfahrten auf dem Rollfeld.

Es werde „keinen Rausschmiss durch die Hintertür“ geben.


 

- - - - - - - - - - - - - - -


 

10.02.2015:   Ein schwarzer Tag !!!

Entscheidung gefallen:

Eine dritte BVD-Lizenz wird vom Flughafen freiwillig ausgeschrieben, ohne dass sie durch die BADV vorgeschrieben ist.

                      


 


 


 


 

 

18.09.2014:   Wir suchen Verstärkung:

Hinweis: Nachfolgende Stellenausschreibung ist nicht mehr gültig. 


 


 

 


 

 

 

 

 


 

 

 


 

  

 

   Die Zeichnungsfrist der Petition für die FDGHG ist beendet.    

     Vielen Dank allen Unterzeichnern für Ihre Unterstützung.       

         Aktuelle Infos zum Stand der Petition finden Sie auf der Seite  "Petitions-Verlauf".       

 

 

 

Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag in 2013 abgeschlossen. 

 

 

 

 

Entwicklung der Ersatzarbeitsplätze im Konzern (Stand Dezember 2012):

 

Aufgrund des zunehmenden politischen Drucks werden inzwischen für die FDGHG-Beschäftigten Ersatzarbeitsplätze im Flughafen-Konzern angeboten.

Dabei handelt es sich um ca. 120 schon spezifizierte Stellen in der Security-Tochtergesellschaft des Flughafens (FDSG).

Weitere ca. 200 Stellen sollen in dieser Tochtergesellschaft noch geschaffen werden (sogenannter PRM-Service). Hierbei wird nun ein Vorschlag berücksichtigt, den die Arbeitnehmervertreter schon 2004 im Rahmen der anstehenden Ausgliederung der FDGHG gemacht hatten.

Für den Januar 2013 sind weitere ca. 30 Stellenausschreibungen für die Muttergesellschaft angekündigt.

...

Dennoch bleiben für die Betroffenen aus der FDGHG weiterhin viele Fragen offen, so z. B.:

Wird mein persönlicher Arbeitsplatz tatsächlich vom Abbau betroffen sein?

   (Bisher wurden dazu von keiner Seite konkrete Aussagen gemacht.)

Welche finanziellen Einbußen werde ich auf dem möglichen neuen Arbeitsplatz tatsächlich hinnehmen müssen?

   (Der überwiegende Teil der bisher identifizierbaren Ersatzarbeitsplätze

   wird wesentlich geringer vergütet als die derzeitigen Tätigkeiten in der 

   FDGHG; mögliche Einbußen von mehreren hundert Euro monatlich

   sind realistisch.)

Wie lange sind die Ersatzarbeitsplätze sicher?

„Erkauft“ man sich durch die Einkommens-Einbußen lediglich ein paar Jahre und geht dann von einem niedrigeren Level in die Arbeitslosigkeit?

Wie sicher sind die verbleibenden Arbeitsplätze in der FDGHG?

...

Darum gilt weiter:

Sicherheit für die betroffenen Arbeitnehmer der FDGHG schafft weiterhin nur der konsequente und rechtssichere Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Zu diesem ist der Konzernverbund Flughafen Düsseldorf sowohl formal als auch wirtschaftlich in der Lage.

Umso unverständlicher ist es, dass der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen sowohl von der Geschäftsführung als auch von Seiten der Anteilseigner offensichtlich immer noch abgelehnt wird.

 

 

 

 

 

Kommentar: 

 

VERANTWORTUNG. Das ist ein Wort, das nicht nur Politiker, sondern auch Manager gern in den Mund nehmen. Die großen Lenker der Dinge haben die Verantwortung dafür, dass die Zahlen stimmen. Und sie erwähnen gerne, besonders in der Presse, auch ihre große Verantwortung für ihre Beschäftigten und deren Familien.

Der Fall FDGHG zeigt, wie es mit dieser Verantwortung im Alltag aussieht. Denn dort gilt sie offensichtlich nur den Zahlen des Flughafen Düsseldorf und nicht den Menschen dahinter. Hunderte Beschäftigte bangen um Ihre Zukunft.

Und weil die Proteste groß sind und die negative Presse für den Konzern schlecht ist, werden blumige Versprechen gemacht mit dem Ziel, die Öffentlichkeit und die Politik zu beruhigen.

Dass diese Versprechen dabei eine Halbwertzeit von gerade einmal 7 Tagen haben, wird billigend in Kauf genommen. Und ebenfalls, dass man damit die eigene Glaubwürdigkeit in Frage stellt.

Doch diese Art von Unternehmensführung trifft natürlich nicht die Politiker oder Manager, sie trifft nur die Beschäftigten. Diese Menschen, die um ihre Existenz bangen, hatten sich Hoffnungen gemacht.

Dass man mit diesen Hoffnungen spielt, dass man sie förmlich mit Füßen tritt, ist der eigentliche Skandal.

Es beweist, dass man in den Chefetagen zwar viel Geld anhäufen kann, aber scheinbar an einem eklatanten Mangel an elementaren Werten leidet. Denn solch ein Verhalten zeugt nicht von Anstand oder Moral, zeugt nicht von Menschlichkeit.

Dafür gibt es nur ein Wort: VERANTWORTUNGSLOS.     Volker Maaßen - 04.11.2012

 

 

Historie: 

 

21.11.2012

FrauElisabeth Müller-Witt(Mitglied des Landtages NRW) hat unsere Petition auf ihrer Homepage verlinkt. Vielen Dank dafür.http://www.elisabeth-mueller-witt.de/

 

 

02.11.2012: Neues aus den Tarifverhandlungen

Das wörtliche Zitat im BILD-Artikel vom 26.10.2012 zu den Ersatzarbeitsplätzen ("Wir planen...Besitzstände ohne Abstriche zu erhalten...") wurde im Rahmen der Tarifverhandlungen auf Nachfrage dementiert (nach dem Motto: "BILD schreibt, wa sie will.")

Stattdessen werden Eingruppierungen angeboten, die den Betroffenen möglicherweise Einbußen von mehreren hundert Euro im Monat abverlangen würden.

Außerdem sollen die Ersatzarbeitsplätze nur dann angeboten werden, "wenn sich genug bewerben".

Das würde im Umkehrschluss bedeuten: Wenn sich nicht genug Mitarbeiter der FDGHG auf die massiv schlechteren Konditionen einlassen (weil sie es sich vielleicht gar nicht leisten können), werden vermutlich auch keine Ersatzarbeitsplätze geschaffen.

Die Arbeitnehmerseite forderte natürlich weiterhin diese Ersatzarbeitsplätze unter Wahrung des vollständigen Besitzstandes.

Unter dem Eindruck der oben beschriebenen Diskrepanz zwischen den Pressemeldungen und den realen Aussagen zum Thema können Zweifel an der Bestandskraft auch aller bisherigen Äußerungen zum Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen aufkommen. 
Vielmehr gibt sie der Vermutung Nahrung, dass die nach Veröffentlichung der Petition durch die FDG abgegebenen Stellungnahmen in der Presse nur der Beruhigung der Öffentlichkeit und des Düsseldorfer Stadtrates dienten.
Somit ist gerade jetzt die Unterstützung der Petition mehr denn je notwendig, denn augenscheinlich ist nur auf diesem Wege eine Zusage/ein Beschluss zum Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen erreichbar, der juristisch belastbar und nötigenfalls sogar von Betroffenen einklagbar ist.     Volker Maaßen

 

 

Schreiben an Oberbürgermeister Dirk Elbers; versandt am 30.10.2012

 

26.10.2012

Vollständige Pressemitteilung von Düsseldorf International zum Thema:

http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=111049&sektor=pm&detail=1&r=512182&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0

  

25.10.2012

Es werden immer mehr Petitions-Unterschriften aufgrund der Schreiben an die Flughäfen-Betriebsräte und die Mitglieder des Landtages NRW geleistet. An dieser Stelle vielen Dank an die Unterzeichner und die, die noch folgen, für ihre Unterstützung bei unserem Kampf.

 

23.10.2012

Hr.Markus Herbert Weske(Mitglied des Landtages NRW) hat unsere Petition auf seiner Homepage verlinkt. Vielen Dank dafür. http://www.markus-herbert-weske.de/html/-1/welcome/index.html

 

22./23. u. 24.10.2012

Anschreiben an alleNRW-Landtagesabgeordnetenmit Bitte um Unterzeichnung der Petition und weitergehende Unterstützung (Text siehe Seite "Links und Infos").

 

 

Offener Brief an die Betriebsräte der deutschen Flughäfen; versandt am 19.10.2012

 

 

BerichtWDR 5 "WESTBLICK"vom 18.10.2012(Audio)

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/10/18/westblick-flughafen-duesseldorf.xml

 

Flughafentochter will 400 Jobs streichen

Die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung des Flughafens fordern in einer Petition Solidarität vom Stadtrat Düsseldorf. Dieser soll über den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft betriebsbedingte Kündigungen verhindern.

Die Flughafenleitung begründet den geplanten Abbau von 400 Stellen mit der schlechten Auftragslage.

Quelle:WDRvom 18.10.2012,http://www.wdr.de/studio/duesseldorf/nachrichten/index.html#r1

 

 

Schock-Nachricht für Bodenpersonal

Düsseldorfer Flughafen will 400 Jobs abbauen!

DüsseldorfErist einer der größten Arbeitgeber der Landeshauptstadt, galt lange als Jobmotor der Region: Der Düsseldorfer Flughafen. Rund 20000 Leuten gibt er Arbeit.

Jetzt das: Der Motor stottert! Rund 400 Stellen sollen weg.

„Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen nicht aus“, sagt Flughafen-Sprecher Thomas Kötter.

Konkret geht es um die Flughafen Düsseldorf Groundhandling GmbH (FDGHG). Die vor acht Jahren gegründete 100-prozentige Flughafen-Tochter, kümmert sich um die Flugzeug-abfertigung. 800 Mitarbeiter be- und entladen Flieger, transportieren Gepäck, Crews und Passagiere. ...

Quelle:bild.devom 18.10.2012 (zum vollständigen Text geht´s über die Seite "Links und Infos")

 

Werden bis zu 400 Stellen abgebaut?

Düsseldorf  –  Rund 2.300 Menschen arbeiten am Flughafen Düsseldorf International. Eigentlich gilt der Airport als Jobmaschine. Jetzt aber geht die Angst um - beim Bodenpersonal.

Denn der Flughafen hat beschlossen, in den nächsten zwei Jahren seine für Boden-abfertigung verantwortliche Tochtergesellschaft FDGHG umzubauen. Dabei sollen Jobs wegfallen. Laut Peter Büddicker, der die Gewerkschaft „verdi“ im Aufsichtsrat des Flughafens vertritt, „bis zu 400“. Das wäre die Hälfte der derzeitigen  Belegschaft (823).

Grund für den Abbau der Stellen ist Konkurrenz, die im liberalisierten Markt günstiger arbeitet. Und Aufträge bekommt! Nach Lufthansa hat nun auch Air Berlin den Vertrag für die Abfertigung mit FDGHG gekündigt und will 2014 zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Die Bodenabfertigungstochter schreibt Verluste. Im Jahr 2010 genau 5,3 Millionen Euro, in diesem Jahr vermutlich 10 Millionen. Flughafen-Chef Christoph Blume verspricht einen „sozialverträglichen Personalabbau“.

Volker Maaßen vom Betriebsrat verspricht Widerstand: „Das werden wir nicht kampflos hinnehmen. Vor allem, da der Flughafen insgesamt Rekordgewinne einfährt, darf darunter verdientes Personal nicht leiden.“  Quelle:EXPRESSvom 13.11.2011

 

 

 

 

 

 

Geschäftsführung  und Gesellschafter lehnen bisher ab, betriebsbedingte Kündigungen in der FDGHG verbindlich und endgültig auszuschließen!

            Darum handeln wir !!!            

 (siehe Petition)

 

Die Zeichnungsfrist der Petition ist beendet.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Hier können Sie sich die Petition anzeigen lassen:

 

 

 

 „Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern,  

 sondern an das Schweigen unserer Freunde.“   [Martin Luther King]                   

   

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Letzte Aktualisierung dieser WebSeite:

19.04.2016 - 19:27 Uhr

Seite: Titelseite, u.a.
 

 

 

Darauf waren wir mal stolz (und der Flughafen auch)